Diese Website ist ein Blog einer kurzen Urlaubsreise nach Venedig, Padua, Ravenna und Ferrara zu Pfingsten 2026, sowie nach Udine eine Woche später. .
Letzte Änderung: 12. Juni 2026
Hauptgrund der Reise war der Besuch der
Kunstbiennale
in Venedig.
Dies ließ sich aber gut mit zusätzlichen Stadtbesichtigungen verbinden.
Während der erste Teil der Reise bis Montag (Venedig und Padua) gemeinsam mit Freunden (in Summe 7 Personen) stattfand,
war der zweite Teil (Ravenna und Ferrara) alleine. Der dritte Teil war ein Tagesausflug nach Udine eine Woche später.
Der folgende Plan gibt einen Überblick über die besuchten Städte.
Freitag, 22. Mai
Die Reise begann am Freitag um zehn Uhr morgens mit einer Mitfahrgelegenheit im Auto
nach Padua, wo wir ein Haus für alle gemietet haben. Nach genau sechs Stunden Fahrzeit
(mit Pause) erreichten wir das gemietete Haus und trafen die restlichen Reisegefährten.
Der ursprüngliche Plan, in
Aquileia
Halt zu machen, mußte leider aus Zeitgründen gestrichen werden.
Die römischen Ausgrabungsstätten in Aqulieia und vorallem das berühmte Fußbodenmosaik
aus dem frühen 4. Jh. in der
Basilika von Aquileia
müssen wohl auf eine zukünftige Reise warten.
Am Abend ging sich noch ein kleiner Stadtrundgang durch die Altstadt bzw. das Zentrum von
Padua
mit anschließendem Abendessen ebenfalls dort aus.
Die Innenstadt von Padua rund um den Palazzo della Ragione ist sehr pittoresk
mit ihren vielen kleinen Gassen und belebten Plätzen.
Der imposante und riesige
Palazzo della Ragione
dominiert mit seiner Schönheit die Innenstadt. Die Besichtigung des aufgrund seiner
Größe und Bauweise außergewöhnlichen Ratssaal im Inneren war leider wegen Zeitmangel
und ungünstiger Öffnungszeiten nicht möglich.
Zum Übernachten haben wir ein Haus am Stadtrand mit fünf Schlafzimmer gemietet, das
sich zu unserer Überraschung, als eine Villa mit riesigem Garten
und vielen alten Möbeln entpuppte.
Sa und So, 23.-24. Mai
Obwohl Padua nicht weit von Venedig entfernt ist, dauerte die Fahrt mit
innerstädtischem Bus in Padua, Regionalzug nach Venedig und
Vaporetto bzw. zu Fuß zur Biennale gute drei Stunden.
Auch wenn die Biennale das eigentliche Ziel war, gab es doch auch am Weg vom
Bahnhof zu den Ausstellungen einiges zu sehen.
Als Tagestourist war ein
Eintritt
von 5 EUR pro Tag im Vorhinein online zu bezahlen und wurde auch einmal kontrolliert.
Ein Ticket für das Vaporetto kostet mittlerweile 9.50 EUR, zahlt sich aber aus,
weil man dadurch den Canale Grande von Anfang bis Ende sieht.
Die Ausstellungen der
Kunstbiennale
befinden sich größtenteils in den Giardini und dem Arsenale, die sich beide ca. 1km
östlich des Markusplatzes befinden, sowie über die Stadt verteilt sind.
In den Giardini (eine Parkanlage) befinden sich 28 Pavillons, die von den entsprechenden Ländern kuratiert werden.
Zusätzlich gibt es noch einen internationalen Pavillon mit einer größeren Ausstellungsfläche.
Im Arsenale (einer ehemaligen Schiffswerft und Fabrik) befindet sich ebenfalls eine internationale Ausstellung,
sowie gibt es spezielle Bereiche für weitere ca. 25 Länder.
Weitere Länderausstellungen sind in der Stadt verstreut. Einen guten Überblick über die Länderausstellungen findet man in einem
ArtReview Artikel.
Informationen zu den politischen Hintergründen (z.B. Vorgänge zu Israel und Russland) sind in einem
Guardian Artikel beschrieben.
Ein Drei-Tage-Ticket kostet 40 EUR.
Bei zwei Fahrten durch den Canale Grande und zwei Spaziergängen (jeweils zw. Bahnhof und Biennale Ausstellungen)
bekommt man den Charakter der Stadt gut zu spüren, sieht einige Paläste (z.B.
Ca' Farsetti und
Palazzo Dario),
sowie den einzigartigen
Markusplatz.
Samstag, 23. Mai
Für die Besichtigung an einem Nachmittag gingen sich etwa die Hälfte der Pavillons aus.
Ein einem Video kann man dem Besuch aller Pavillons folgen:
YouTube Video
Sonntag, 24. Mai
Ähnlich wie am Vortag war für die Besichtigung ein Nachmittag Zeit. Im ersten Teil war der internationale
Bereich mit einer allgemeinen Ausstellung und im zweiten Teil waren die Länderbereiche, die ähnlich den
Pavillons in den Giardini von den Nationalstaaten kuratiert werden.
Montag, 25. Mai
Nach einem gemütlichen Vormittag ging es dann zum zweiten wichtigen Bauwerk in Padua, der
Basilica di Sant'Antonio
Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert um das Grab des heiligen Antonius errichtet
und ist aus kunsthistorischer Sicht äußerst bedeutsam.
Beeinflusst von der byzantinischen Architektur verfügt sie über zahlreiche Kuppeln
im Hauptschiff und den Querschiffen. Die Innenausstattung beherbergt großartige Werke
aus der Gotik und Renaissance, wie zum Beispiel zahlreiche Plastiken von Donatello.
Am Nachmittag ging die Reise mit dem Regionalzug weiter nach Ravenna.
Das Hotel in Ravenna war einfach und renovierungsbedürftig, aber sehr gut in der Stadtmitte gelegen.
Dienstag, 26. Mai
Ravenna
war im 5. Jh. Hauptstadt des Weströmischen Reiches und nach dem Fall 476
Hauptstadt der Ostgoten und unter oströmischer Herrschaft im 6. Jh.
In dieser Zeit entstanden zahlreiche Kirchen, die heute immer noch als Ganzes stehen.
Auch wenn die antiken Gebäude von außen unspektakulär erscheinen, sind sie durch die
außergewöhnlich schönen Mosaike im Inneren bedeutsam.
Die folgenden Sehenswürdigkeiten sind sich an einem Tag zu besichtigen ausgegangen:
Mittwoch, 27. Mai
Die Fahrt von Ravenna nach Ferrara in der Früh mit dem Regionalzug dauert gerade mal eine Stunde.
Bis zur Weiterfahrt nach Haus am mittleren Nachmittag blieb für die Besichtigung Ferraras sechs Stunden.
Die Fahrt mit dem Zug von Ferrara nach Graz dauerte sieben Stunden.
Ferrara
ist eine der wenigen Städte in Italien, die ihren Ursprung nicht in der Römerzeit hat,
sondern im Mittelalter entstanden ist. Ab dem späten Mittelalter herrschte das alte Adelsgeschlecht
Este über die Stadt.
Ferrara war auch die Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums. Bei dem Kurzbesuch gingen sich folgende
Sehenswürdigkeiten aus:
Samstag, 6. Juni
Eine Woche später gab es noch eine kurze Reise nach Udine.
Die Fahrt von Graz nach Udine dauert seit der Errichtung des Koralmtunnels nur mehr drei Stunden.
Dadurch ist Udine sehr gut für einen Tagesausflug geeignet.
Udine
liegt am südlichen Alpenrand und beeindruckt durch die Bergkulisse im Hintergrund.
Mit etwa hunderttausend Einwohnern ist Udine eine kleinere Stadt,
bietet aber eine sehr schöne Altstadt mit historischen Gebäuden, schönen Museen
und einer sehr belebten gastronomischen Szene.
Die Biennale ist wie immer sehr sehenswert, wenn diesmal auch etwas anders als ich es gewohnt war.
Die südafrikanische Kuratorin legte Wert auf Werke, die sich nicht aufdrängen, sondern zum längeren
hinschauen und wahrnehmen einluden. Die Werke schienen sich größtenteils weder mit Technologie oder
Konzepten auseinanderzusetzen, sondern bestanden häufig aus Naturmaterialien und luden zum Nachdenken
über existentielle Fragen ein. Das Magazin Artsy beschreibt das Thema in einem
Aktikel über die Biennale
folgendermaßen:
"Titled 'In Minor Keys', the exhibition promises to explore art that shifts away from speed and spectacle
towards a slower, more attentive mode of engagement.
With a title borrowed from music, the exhibition foregrounds emotional, sensory, and subjective responses,
positioning art as a space for reflection, restoration, and connection."
Wenn man sich darauf einlässt, kann man die Biennale sehr genießen.
Die Städte Padua, Ravenna, Ferrara und Udine sind wie so viele italienische Städte wegen ihres Charmes
und der hervorragenden kunstgeschichtlichen Bauwerke und Objekte sehr sehenswert.
Die kurze Besuchszeit war natürlich nicht ausreichend, ladet aber zum Wiederkommen ein.
Eine 15-minütige KI-generierte Zusammenfassung in Dialogform mit manch dazugedichteten kunsttheoretischen Überlegungen
bietet einen amüsanten Überblick über die Reise, beinhaltet aber auch ein paar inhaltliche Fehler.