Diese Website ist ein Blog einer beruflichen Reise nach Madrid im Juli 2026 mit anschließenden Urlaubstagen bei der Rückfahrt entlang der Mittelmeerküste.
Letzte Änderung: 27. Juli 2026
Hauptgrund der Reise war eine
Konferenz
in Madrid und anschließendes Projektmeeting.
Die Hinfahrt mit dem Zug erfolgte auf der schnelleren Route über Paris, die in
zwei Tagesfahrten machbar ist. Die Rückfahrt war auf der schöneren Route mit
unzähligen Attraktionen entlang der Mittelmeerküste.
Als Ticket bot sich Interrail mit fünf Tagen um 320 EUR an, wobei zwei Tage für die Hinfahrt
und drei Tage für die Rückfahrt verwendet wurden. Mühsam bei der Vorbereitung waren
die trotz Interrail Ticket notwendigen Sitzplatzreservierungen in den französischen und spanischen
Hochgeschwindigkeitszügen. Für Interrail gibt es hier nur ein begrenztes Platzangebot.
Samstag, 13. Juli
Die Reise begann am Samstag um sechs in der Früh mit einem deutschen ICE Zug
von Graz bis Stuttgart. Der Zug kam pünktlich um zwei Uhr nachmittags an und
somit war die geplante Umstiegszeit von 50 Minuten mehr als ausreichend.
Der Bahnhof in Stuttgart ist nach wie vor eine riesige Baustelle und vom
neuen Bahnhof ist nur eine kleine Ausstellung zu sehen. Das Architekturmodell ist
allerdings sehr vielversprechend.
Weiter ging es mit einem deutschen ICE Zug bis Paris
in dreieinhalb Stunden. Während der erste kurze Teil bis Strassbourg fast zwei Stunden
dauerte, wurde die Fahrt mit fast 320 km/h im längeren französischen Teil nur eineinhalb
Stunden bewältigt.
In diesem Zug herrschte bereits Reservierungspflicht.
Eine zur Sicherheit getätigte zweite Platzreservierung für einen späteren Zug
(jeweils 20 Euro mittels Interrail Ticket) ließ sich wieder stornieren.
Der Ankunftsbahnhof Paris de l'Est ist ein schöner alter Bahnhof mit einem
Stahl-Glas Gewölbe über den Gleisen und einem klassizistischen Bau für die
Bahnhofshalle.
Geplant gewesen wäre ein Spaziergang vom Hotel zur Notre Dame (ca. 2km) und ein
Getränk am Place de la Bastille. Allerding hatte es um acht Uhr abends immer noch
35 Grad und jede Aktivität im Freien machte keinen Spaß mehr.
Die Übernachtung war in einem relativ günstigen und klimatisierten Hotel zwischen dem Place de la Bastille
und dem Gare de Lyon (Luxor Bastille Hotel, Rue Moreau 22). Die Lage nahe des Bahnhofs war bewusst gewählt,
um am nächsten Tag zu Fuß gleich beim Abfahrtsbahnhof zu sein.
Sonntag, 12. Juli
Die Reise ging am Sonntag vom Gare de Lyon um dreiviertel sieben Uhr weiter.
Der Gare de Lyon ist ein alter und sehr stilvoller Bahnhof mit Geschäften
und Cafes, die größtenteils aber noch geschlossen waren. Ähnlich wie der
Gare de l'Est besteht auch er aus einer Stahl-Glas Konstruktion, die an ein
klassizistisches Gebäude angebaut ist. Auch das Viertel, in dem sich der
Bahnhof befindet, ist eine schöne Pariser Gegend mit breiten und begrünten Boulevards.
Die Fahrt ging mit einem zweigeschossigen TGV Zug weiter, der in Summe aus fast 20 Wagons
bestand und ca. 1500 Menschen beförderte. Auf der mittlerweile schon alten
Hochgeschwindigkeitsstrecke in den Süden fährt er mit über 300 km/h und erreicht
Nimes in nur drei Stunden. Die Strecke von Nimes bis Barcelona ist ein bisschen langsamer,
aber immer noch in weiteren drei Stunden zu erreichen. Auch wenn der TGV
im Inneren etwas beengt wirkt, sitzt man bequem und hat genug Platz. Internet
funktioniert gut, solange man in Frankreich ist. Besonders hervorzuheben
ist aber die Kultiviertheit der Mitreisenden: Niemand spricht laut, keiner
telephoniert im Sitzbereich, es gibt keine Musikbelästigung durch Telephonlautsprecher
und keine Geruchsbelästigung durch mitgebrachte Speisen. Auffallend
war auch die Pünktlichkeit des Zuges, der in jedem Bahnhof zur geplanten
Zeit angekommen und abgefahren ist.
Die Ankunft war in Barcelona Sants, der wichtigste Bahnhof in Barcelona,
wo sowohl der Fernverkehr auf der Regelspur nach Frankreich und Madrid verkehrt,
als auch der Regionalverkehr auf der alten Breitspur. Der Bahnhof ist
ausgesprochen unattraktiv und entbehrt jeder architektonischen Stilmittel.
Zudem gibt es (zumindest im Aufenthaltsbereich) keine Einkaufsmöglichkeiten
und Cafes, mit ausnahme eines McDonalds. Einzig positiv ist die leichte
Klimatisierung der Halle.
Die Weiterfahrt war auf der spanischen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit einem
sehr eleganten italienischen Freccia Rossa Zug der Firma IRYO, die im Besitz
der italienischen Bahn und einer spanischen Fluggesellschaft ist.
Die Strecke ist ähnlich gut ausgebaut wie in Frankreich und führt durch
dünn besiedeltes Gebiet, aber teilweise auch durch hügelige Landschaft.
Ankunft war mit etwas Verspätung im Bahnhof Atocha.
Am Abend blieb dann noch Zeit für ein Bier am Platz bei der Metro in der Gran Via.
Die Temperatur war kühler als in Paris und am Abend durchaus angenehm.
Das Hotel war in der Gran Via in einem sehr repräsentativen Haus, wo aus den
großen Wohnungen kleine Hotels mit kleinen aber schönen Zimmern gemacht wurden
(Colectia Stays Gran Vía, Gran Via 15).
Durch die zentrale Lage erfhährt man die Stadt jeden Tag am Weg zur und von der
Konferenz.
Montag, 13. Juli - Donnerstag 16. Juli
Der größte Teil der Zeit war den beruflichen Aktivitäten gewitmet, die an zwei
verschiedenen Universitäten stattfanden.
Eines der Highlights von Madrid ist sicherlich der Prado, ein Museum mit einer großen Anzahl an
Gemälden vom Mittelalter bis zum 19. Jh. mit vorwiegend spanischer, italienischer und niederländischer Provenienz.
Eine von der Konferenz organisierte zweistündige Führung in einer kleineren Gruppe fokussierte auf die zwanzig wichtigsten Bilder
mit knappen, aber guten Erklärungen:
Madrid ist durch seine großen Boulevards und repräsentativen Bauten mit schönen Fassaden und
schmiedeeisernen Fenstergittern in mancher Hinsicht Paris gar nicht so unähnlich.
Ohne mittelalterlichen Kern ist die Innenstadt eher rasterartig angelegt.
Das Zentrum rund um den Plaza Major bis nördlich der Gran Via ist vor allem am Abend
sehr belebt und bietet viele Möglichkeiten zum Ausgehen.
Die Kaffeekultur kann mit Italien nicht ganz mithalten, auch wenn man leicht Espresso und
Cafe Cortado (Espresso Macchiato) bekommt. Abendessen ist in einer der vielen Tapas-Bars
köstlich und leicht zu finden. Beispielsweise empfiehlt sich die Tapas-Bar "El Minibar"
gleich neben dem Plaza Major (C/ del Mesón de Paños, 1, Centro).
Eine weitere Empfehlung war das peruanisches Restaurant in der Nähe vom Prado namens
Tambo Peruano Madrid Centro (Calle de Sta. María, 15, Centro), wo es beispielsweise
gutes Ceviche (roher Fisch) gibt.
Als typisch spanisches Mitbringsel haben sich die Turrón bewährt, die am im Geschäft beim Prado
(P. del Prado, 10) oder im Kellergeschoß des Corte Inglés an der Puerta del Sol bekommt.
Donnerstag, 16. Juli, 14:42 - 22:00
Die Fahrt begann wiederum am Bahnhof Atocha in Madrid. Der Bahnhof ist ziemlich groß
und äußerst verwirrend aufgebaut mit wenigen Wegweisern und eigenartigen Anzeigen
der Zugabfahrten. Der Sektor, in dem die Züge abfahren, ist ähnlich einem Flughafenterminal aufgebaut.
Am Eingang gibts einen Security Check (Gepäck und gültiges Zugticket). Dann muss man warten,
bis die Anzeige das Abfahrtsgleis anzeigt, was bei den meisten Zügen ca 15 Minuten vor der Abfahrt war.
Danach bildet sich eine riesige Schlange, weil nochmal das Ticket kontrolliert wird.
Da die Abfertigung eine halbe Stunde dauerte, fuhr der Zug eben eine Viertelstunde später ab.
Der Zug war wieder ein eleganter Freccia Rossa der IRYO Gesellschaft. Die Fahrgeschwindigkeit
war zw. 240 und 300 km/h auf der ganzen Strecke bis Barcelona Sants.
Auffallend war, dass hier der Cafe gleich viel besser war als in Madrid..
Der Zug ist kaffeetechnisch offenbar eine italienische Exklave in Spanien.
Von Barcelona Sants ging es dann weiter mit der Regionalbahn bis Portbou. Früher war das die
Hauptstrecke nach Frankreich, aber seit der Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke
in Regelspurbreite dient sie nur mehr dem Regionalverkehr. Spanische Regionalzüge sind
nicht besonders bequem und zur Computerarbeit geeignet, aber immerhin klimatisiert.
Das Abfahrtsgleis (ob 13 oder 14) wurde eine halbe Minute vor Abfahrt bekanntgegeben,
nachdem der Zug schon eingefahren war und gleich weiterfuhr. Da braucht man Nerven.
Der Bahnhof in Portbou ist heute für den Ort stark überdimensioniert, war aber früher als Grenzbahnhof
zwischen Frankreich und Spanien sehr wichtig. Da die Spurbreite in Spanien breiter ist als die
Regelspurbreite in Europa, musste man hier entweder umsteigen, oder es wurde das Fahrwerk der Züge getauscht.
Heute noch fahren die Regionalzüge von Spanien bis in den französischen Grenzort Cerbere und die
französischen Züge bis Portbou. Somit gibt es auf der Strecke Cerbere bis Portbou beide Arten von Gleisen.
Die breiten Gleise für die Züge von und nach Spanien sind im überdachten Teil und mit 1-N numeriert
und die regelbreiten Gleise für Züge nach Frankreich sind auf der anderen und nicht überdachten
Seite des Bahnhofs und mit F1 und F2 numeriert.
Portbou ist ein kleiner Ort und bietet nur wenige kleinere Hotels.
Das Hotel (Hotel Masia, Paseo de la Sardana 1) war direkt an der Strand-Esplanade gelegen und nur 50m vom Meer entfernt.
Es ist schon etwas in die Jahre gekommen, hat dafür aber einen eigenen Charme.
Freitag, 17. Juli
Portbou ist ein herrlicher Ort für einen entspannten Badeaufenthalt.
Der Ort ist in einer kleinen Bucht mit einem schönen Kieselstrand gelegen und
hat ca. 1000 Einwohner. Der Großteil der Touristen kommt aus Frankreich
und bestehen hauptsächlich aus Familien mit kleinen Kindern und Senioren.
Trotz Hochsaison kann von Überfüllung keine Rede sein. Einen Platz im Strandcafe
oder in einem Restaurant bekommt man leicht und auch am Strand ist genug Platz.
Die Häuser und das Ortsbild ist nicht so schön wie in Italien oft üblich,
aber die Atmosphäre überzeugt trotzdem, weil der Ort kein reiner Badeort ist
sondern auch eine Geschichte und Charakter hat.
Samstag, 18. Juli, 12:06 - 21:00
Nach einem Vormittag mit Schwimmen und einem Café am Strand ging die Reise weiter nach Cannes. Um die Aufzahlungen in den schnelleren Zügen zu vermeiden, nahm ich Regionalzüge von Portbou bis Narbonne, Narbonne bis Marseille, sowie Marseille bis Cannes. Die Regionalzüge sind in etwa mit den österreichischen IR-Zügen vergleichbar. Sie haben Tische, Steckdosen, sind klimatisiert, haben allerdings kein WiFi. Der Streckenverlauf war von Perpignan bis Nimes gleich wie schon bei der Anreise, wobei die Fahrt über die Dämme bei Narbonne und Sete.
Der Bahnhof in Marseille stammt wohl noch vom 19. Jahrhundert und wurde aber deutlich erweitert.
Für eine Hitzeperiode ist er nicht vorbereitet. Es scheint aber ein Sicherheitsproblem zu geben,
wenn man die Unmengen an Polizisten sieht, die am Bahnhof auf und ab patrouillieren.
Ebenso gingen neben dem Schaffner Security Leute mehrfach durch den Zug zw. Marseille bis Cannes.
Ansonsten war gerade diese Zugfahrt sehr schön, da sie größtenteils an der Küste verlief und
einen Ausblick auf das Meer bei Sonnenuntergang gewährte.
Das Hotel war gleich beim Bahnhof (Hotel L'Esterel, Rue du Vingt-Quatre Août 15) und am Ende einer Fußgängerzone, in der die Lokale bis
spät in die Nacht noch Leute bewirteten. Gemessen an der Hochsaison und der Lage (400m zum Strand)
war es aber sehr günstig.
Zums Sieghtseeing war am Abend in der Dämmerung und am nächsten frühen Vormittag etwas Zeit.
Cannes hat einen schönen Stadtkern auf einem Hügel am Meer, von diesem sich dann ostwärts entlang
des Strandes die Ausgeh- und Touristenzeile kilometerlang steckt. Am Abend ist die ganze Stadt
mit Touristen, Bars, Musik und Getümmel überflutet. Am Morgen ist die Stadt dann friedlicher
und vorallem rund um den Markt am Platz beim Hafen und vor der Altstadt mit seinen
vielen netten französischen Cafes sehr einladend. Der berühme Filmpalast ist architektonsch mißlungen.
Der lange Strand lädt zum Baden ein, wenn einem Natur und Ruhe nicht wichtig ist.
Die Temperatur war schon am frühen morgen kaum auszuhalten und gefühlt am heißesten bisher.
Eine zukünftige ausführlichere Besichtigung wäre also im Winter angebracht.
Sonntag, 19. Juli, 10:00 - 21:00
Die Fahrt bis Padova erfolgte mit verschiedenen Regionalzügen und Umstiegen in
Ventimiglia, Albenga, Mailand und Verona. Da sie alle zur Verspätung neigen,
wäre eine großzügigere Planung bei den Umsteigezeiten ratsam gewesen.
Schnellzüge mit obligatorischer Sitzplatzreservierung ließen sich kurzfristig leider nicht mehr buchen,
da es offenbar nur ein begrenztes Kontingent für Buchungen mit Interrail Ticket gibt.
Die Flexibilität bei der Fahrt mit Interrail hat also auch seine Grenzen.
Immerhin fahren die Regionalzüge in Italien teilweise sehr schnell (bis zu 160 km/h),
sind aber nicht gut für die Verwendung von Laptops ausgestattet.
Einen Café an einem der vielen Bahnhöfe war mir nicht vergönnt. In Ventimiglia hätte das Anstellen
zu lange gedauert, in Albena waren im Umkreis von 1 km alle Cafes geschlossen
und in Mailand war der Einstiegsbereich vom Shoppingbereich durch ein Security Gate getrennt.
So wie schon in Spanien, muss man (neuerdings?) auch in Mailand durch einen Security Check,
um zu den Gleisen und Zügen zu kommen. Der Mailänder Bahnhof ähnelt übrigens den Pariser Bahnhöfen
und wirkt sehr ästhetisch. Der Bahnhof in Cannes zeichnet sich durch ein lustiges Nummerierungssystem
aus, das mit Gleis 2 gleich bei der Bahnhofshalle beginnt, dann kommt Gleis A in der Mitte und außen
ist dann Gleis 1. In Verona gibt es ebenfalls eine Auffälligkeit, hier fehlt das Gleis 9, wodurch am
selben Bahnsteig Gleis 8 und daneben Gleis 10 ist.
Padua ist nur eine Zwischenstation, da es hier ein günstiges Hotel gleich beim Bahnhof gab
(BYPILLOW Grand Central, Corso Del Popolo 81).
Montag, 20. Juli, 09:00 - 20:00
Der letzte Abschnitt ging mit dem Regionalzug von Padua bis Udine und von dort
mit dem Railjet bis Graz. Ein paar Kilometer nördlich von Venedig
liegt Treviso auf der Strecke, das zu einer mehrstündigen Besichtigung einlud.
Am Bahnhof in Treviso wurde mein Ausweis das erste und einzige Mal im Rahmen einer
allgemeinen Polizeikontrolle überprüft.
Auch durch den Zug von Venedig bis Treviso gingen Sicherheitsleute durch den Zug.
Treviso
ist eine sehr nette kleine Stadt mit mittelalterlichen Gebäuden und Straßen,
vielen Kanälen, sowie Restaurants und Cafes. Besonders schön ist die Piazza dei Signori
mit dem
Palazzo dei Trecento
und gleich daneben dem
Palazzo del Podestà.
Zum ersten gibt es eine Loggia, die früher für Versammlungen diente und jetzt
Platz für einen tollen Gastgarten macht. Des Weiteren ist die
von hier ausgehende, sehr ansprechende und aus der Römerzeit stammende Via Calmaggiore
zu erwähnen, die zum Duomo San Pietro.
Der Dom ist größtenteils klassizistisch, hat aber einen romanischen Kern (Krypta) und ein Tizian Bild).
Rund um das Zentrum gibt es viele schöne Gässchen, Kanäle, Restaurants und Cafes.
Etwas außerhalb des Zentrums gäbe es noch mehr anzusehen, wie z.B. die alte Stadtmauer,
die Ponte San Martino, Kirche San Nicolò, Chiesa di Santa Lucia, Loggia dei Cavalieri,
die Porta San Tomaso, die Parks und Kanäle (siehe
Reisetipps)
Das Fazit nach einer Reise durch Deutschland, Frankreich, Spanien, nochmals Frankreich und Italien
mit einem Interrail Ticket ist eher gemischt. Das französische Zugsystem ist zuverlässig
(mit nur einer Verspätung in einem Regionalzug) und angenehm, wenn man auf der Fahrt den Laptop
verwenden möchte. Die Hochleistungsstrecke von Straßburg über Paris und Barcelona bis nach Madrid
ist beeindruckend, wie schnell man da weiter kommt, wenn Züge durchschnittlich um die 300 km/h
oder knapp darunter fahren. Mühsam ist es allerdings, dass man vorher Sitzplätze reservieren muss
und schon länger vorher einen Reiseplan zu erstellen hat, da die Kontingente für Interrail
begrenzt sind. Allerdings hat sich gezeigt, dass gebuchte Sitzplätze recht leicht wieder
storniert werden können und dabei nur ungefähr 2 Euro Verlust entstehen. Das ermöglicht es,
im Zweifelsfall gleich mehrere Züge zu buchen. Langwierig aber sehr schön ist die Fahrt entlang
der Mittelmeerküste von Portbou bis Genua, da man hier an vielen Stellen das Meer sieht.
Die Regionalzüge auf dieser Strecke sind aber oft überfüllt und laut, was die Nerven strapazieren kann,
und ab Genau ist die Reise in Regionalzügen dann schon sehr langwierig.
Schlussendlich zahlte sich die Reise mit dem Zug aus, weil die insgesamt 16 einzelnen Zugfahrten
viele interessante Eindrücke vermittelten.
Die Route aus Sicht der besuchten Städte und Orte wäre eigentlich sehr toll gewesen,
wenn die Sommerhitze nicht einiges verhindert hätte. Auslassen musste ich in Paris einen Spaziergang
zur Notre Dame, in Madrid die Besichtigung des Debod Temples, eine vierstündige Stadtbesichtigung
von Arles und einen Spaziergang durch die Altstadt von Cannes. Als sehr positiv erwiesen sich
aber die Atmosphäre in Madrid am Abend, die eineinhalb Badetage in Portbou und die Besichtigung von Treviso.
Eine Reise nach Südfrankreich muss auf eine kühlere Jahreszeit warten müssen.